Pechsträhne

Beim EHC Olten läuft momentan nicht alles glatt

11.12.2023, 18:42 Uhr
· Online seit 11.12.2023, 18:34 Uhr
Trotz dem Einzug in das Halbfinale des National Cup hat der EHCO gerade eine schwache Phase. Die Bilanz der letzten Wochen: Vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen und der Verlust der Tabellenführung. Dennoch bleiben die Oltner ruhig.

Quelle: Beitrag Oltner Tagblatt, 11. Dezember 2022

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Das 0:1 gegen Visp am Wochenende schmerzt die Oltner Eishockeyspieler und die Fans gleich aus mehreren Gründen. Zum einen haben die Powermäuse Punkte gegen einen schlagbaren Gegner liegengelassen und die Tabellenführung aus den Augen verloren. Zum anderen lief eine Sammelaktion, bei der das Publikum beim ersten Tor der Oltner seine Stofftiere auf das Eisfeld werfen sollte, nicht wie geplant - es fehlte schlicht der eigene Torerfolg.

Deshalb kam im Kleinholz Plan B zur Anwendung: Die Stofftiere wurden bei der ersten Unterbrechung im letzten Drittel aufs Eis geworfen. Fünf Minuten nach dem Start ins Schlussdrittel flogen also Hunderte Teddybären, Einhörner oder Hasen. Diese werden morgen sortiert und dann der Kinderabteilung des Kantonspitals Aarau gespendet. Trotz der spontanen Planänderung sei man mit der Aktion zufrieden, sagt Stephan Felder, Leiter Kommunikation beim EHC Olten.

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Pechsträhne – auch wegen vielen Verletzten

Ein Grund für die sportlichen Niederlagen sind zweifellos die vielen Ausfälle, die Olten derzeit zu beklagen hat. «Wenn es sportlich nicht gut läuft, hat das immer mehrere Gründe. Der Hauptgrund sind aber sicher die bis zu acht oder neun verletzten Stammspieler», sagt Felder. Von den Verletzten seien immerhin die meisten beim ersten Match nach der Länderspielpause am 19. Dezember wieder einsatzbereit.

Die vielen Abwesenden sind aber aber nicht der einzige Grund für die Niederlagen. «Einige der letzten Spiele hätten wir gewinnen müssen, auch das Spiel gegen Visp», sagt Stephan Felder. Obwohl das Team nicht glücklich über die aktuelle Situation ist, sei die Motivation und die Stimmung in der Mannschaft gut. Auch an das erklärte Ziel, den Cup zu gewinnen, glaube man beim EHCO weiterhin. Im Halbfinal am 28. Dezember müssen sich die Oltner mit dem unterklassigen EHC Seewen messen. 

Noch keine Halsschutz-Pflicht beim EHC Olten

Vielleicht haben etliche Spieler dann bereits einen Halsschutz montiert. Denn im Oktober verstarb Adam Johnson, Ex-NHL-Spieler, während eines Eishockeyspiels in Grossbritannien. Gegenspieler Matt Petgrave erwischte Johnson mit der Kufe seines Schlittschuhs am Hals. Johnson verstarb noch auf dem Eis. Die Hockeywelt war geschockt. «Unseren Spielern ist diese Nachricht sehr nahe gegangen», so Stephan Felder. 

Sofort flammte international die Frage nach einer Pflicht für Schutzausrüstung für den Hals wieder auf, um solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Auch der Schweizer Eishockey Verband entschied sich am Wochenende für eine Halsschutz-Pflicht. Ab dem 11. Dezember spielen alle Spielerinnen und Spieler der Nationalteams mit einem Schutz. Für Spieler in den Jugendmannschaften ist ein solcher Schutz bereits länger obligatorisch.

Auf der Liga-Ebene gibt es noch keine solche Pflicht. «Solange es von der Liga keine Weisung gibt, schreiben wir den Spielern nicht vor, ob und wie sie sich zu schützen haben. Wenn eine Pflicht kommt, werden die Massnahmen sofort umgesetzt. Einige der Spieler schützen sich bereits freiwillig», sagt Stephan Felder. Es ist durchaus möglich, dass diese Pflicht noch dieses Jahr auch in der Liga eingeführt wird.

veröffentlicht: 11. Dezember 2023 18:34
aktualisiert: 11. Dezember 2023 18:42
Quelle: 32Today

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