Mutter muss sich wegen Mordes vor Solothurner Gericht verantworten
Quelle: Tele M1
Der Mutter werde vorgeworfen, die beiden Kinder im Schulalter vorsätzlich mit einem Messer getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Zweieinhalb Jahre sind seit dieser grausamen Tat vergangen. Die Angeklagte sitzt seit mehreren Monaten im vorzeitigen Strafvollzug. Die Staatsanwaltschaft klagte sie eventualiter auch wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung an.
Mutter am nach Tag der Tat festgenommen
Die Kantonspolizei hatte die Frau am Tag der Tat, am 16. Januar 2021, festgenommen. Sie ging aufgrund der angetroffenen Situation von einem Gewaltverbrechen aus.
Die Polizei fand die toten Kinder im Schulalter an jenem Samstagmorgen in einer Wohnung auf. Kurz nach 9.20 Uhr hatte die Polizei die Meldung erhalten, dass in der Liegenschaft zwei Kinder verstorben seien.
Gerichtspsychiater erklärt mögliche Motive
Kindstötungen gibt es in der Schweiz immer wieder. Dass eine Mutter ihre eigenen Kinder aber mit dem Messer ersticht, passiert selten. Gerichtspsychiater Josef Sachs erklärt: «Es gibt Fälle, bei denen die Mütter psychisch krank sind und diese Handlungen aus einer Psychose passieren». Es gebe aber auch psychologische Ursachen wie zum Beispiel Hass, Rachsucht oder Überforderung, so Sachs weiter. Aus dem Umfeld hört man, dass die heute 41-jährige mutmassliche Täterin Streit mit ihrem Ex-Mann gehabt haben soll.
Der Termin der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht von Bucheggberg-Wasseramt in Solothurn steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft machte auf Anfrage am Montag keine weiteren Angaben zum Kapitalverbrechen.
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(sda/red.)