Mittelland

Keine SBB-Tageskarten mehr – Bellach, Bettlach und Däniken steigen aus

Gemeinden steigen aus

Tages-GA-Ersatz der SBB fällt bei vielen Gemeinden im Mittelland durch

· Online seit 11.10.2023, 17:01 Uhr
Die Spartageskarte der SBB erhält ab 2024 ein Update. Doch bisher treffen die Neuerungen bei den Gemeinden nur auf wenig Gegenliebe. Rund die Hälfte aller Ortschaften lehnt die neue Spartageskarte ab. Der höhere Preis ist nur ein Problemfaktor.
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Ab dem 1. Januar 2024 wird das beliebte Tages-GA der Gemeinden ersetzt. Die Anschlusslösung ist die «Spartageskarte Gemeinde», welche wie schon zuvor ein GA für einen Tag für fast alle ÖV-Möglichkeiten in der Schweiz darstellt. Jedoch lehnen viele Gemeinden das neue Angebot ab. Das sind die Gründe:

Die Hälfte der Gemeinden steigt aus

Von 1200 Gemeinden, die schweizweit das bisherige Tages-GA angeboten haben, haben sich gerade mal 500 für die Anschlusslösung gemeldet (Stand Juli 2023). Bis Mitte Oktober sind die Anmeldungen noch möglich, aber man muss sich darauf einstellen, dass auf der Gemeinde selbst bald keine Tickets mehr bezogen werden können.

Günstiger und einfacher in der App

Einige der Gemeinden, die die Tagessparkarten ab 2024 nicht mehr anbieten, sind beispielsweise Bettlach, Bellach und Däniken. Letztere Gemeinde schreibt auf ihrer Website, dass der Entscheid zwar bedauert wird, aber aufgrund des Mehraufwands und der überwiegenden Nachteile auf das neue Sparbillett verzichtet wird. Vor allem werden die Preissteigerung und die Tatsache, dass Billette nicht mehr rein online reserviert werden können, kritisiert.

Der Grund dafür sei, dass die Tickets neu auch digital personalisiert werden müssen. Es sei schlicht einfacher und günstiger, direkt bei der SBB in der App die entsprechenden Sparbilletts zu beziehen. Der Nutzen eines teureren und komplizierter zu bekommendem Ticket sei im Ungleichgewicht im Vergleich zum Mehraufwand.

Derendingen, Biberist und Zuchwil machen weiter

Während es bei vielen Ortschaften noch keine klare Antwort auf ihren Websites gibt, gibt es auch einige Gemeinden im Kanton, die das Angebot auch unter den neuen Umständen weiterführen wollen. Darunter die eher bevölkerungsreichen Gemeinden Zuchwil, Derendingen oder Biberist. Sie möchten das Sparbillett weiterhin den Ortsansässigen anbieten, trotz der schlechteren Umstände.

Ob auch deine Gemeinde die neuen «Spartageskarten Gemeinde» anbietet, sollte spätestens ab Mitte Oktober von den Gemeinden selbst, oder auf ihren Websites, bekanntgegeben werden.

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veröffentlicht: 11. Oktober 2023 17:01
aktualisiert: 11. Oktober 2023 17:01
Quelle: 32Today

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