Mittelland
Solothurn / Grenchen

Teure Sanierung des Landhauses in Solothurn: Bürgerliche scheitern mit Sparvorschlägen im Gemeinderat

Landhaus Solothurn

Teure Sanierung: Bürgerliche scheitern mit Sparvorschlägen im Gemeinderat

· Online seit 18.05.2023, 13:26 Uhr
9,1 Millionen Franken sollen die Umbauarbeiten am Solothurner Landhaus kosten. Dafür braucht es einen Kredit über 8,6 Millionen. Der FDP und auch der SVP ist das zu teuer. Die Mehrheit des Gemeinderates hält jedoch an der geplanten Sanierung fest.
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Das Landhaus in Solothurn ist unbestritten eines der wichtigsten Eventlokale der Region. Ob Hochzeit, Tagung oder Grossanlass wie zum Beispiel die Filmtage – das Landhaus mit seiner zentralen Lage an der Aare ist beliebt. Pro Jahr finden dort rund 350 Veranstaltungen statt. Wer in der Altstadt von Solothurn eine vergleichbare Räumlichkeiten für seinen Event sucht, der sucht vergebens. Einigkeit herrscht deshalb in der Frage, dass das Landhaus saniert werden muss.

Neuer Eingang, Lüftung und Heizung

Geplant ist eine neue Lüftungsanlage, die alte stammt noch aus dem Jahre 1957. Auch die Gasheizung soll ersetzt werden durch eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Und weil die Gäste bisher Mühe hatten, den richtigen Veranstaltungsraum zu finden, soll der Säulensaal einen separaten Eingang mit Foyer erhalten. Hinzu kommen die ohnehin notwendigen Massnahmen, um die gesetzlichen Anforderungen an Brandschutz, Hindernisfreiheit und Erdbebensicherheit weiterhin zu erfüllen.

Wie teuer darf es sein?

Der für das Projekt notwendige Kredit der Stadt Solothurn über 8,6 Millionen Franken ist der FDP zu teuer. Das Sanierungsprojekt stehe aktuell aus finanzpolitischer Sicht quer in der Landschaft. Wie die Solothurner Zeitung berichtet, stören sich nicht nur die Ratsmitglieder der FDP insbesondere an den hohen Honorarkosten von rund 1,7 Millionen Franken. Die SVP wollte den Umbau des Landhauses gar verzögern oder redimensionieren.

Mehrheit im Gemeinderat steht weiterhin hinter dem Projekt

Die Leiterin des Stadtbauamtes, Andrea Lenggenhager, verteidigte die hohen Honorarkosten damit, dass bei so einem grossen Projekt viele Personen mitarbeiten würden. «Es ist ein aufwendiger Auftrag und ich finde es immer falsch, an den Fachpersonen zu sparen», wird Lenggenhager in der Solothurner Zeitung zitiert. Angela Petiti von der SP ergänzte, dass sie darauf vertraue, dass der Kostenvoranschlag der Stadtplaner seriös geprüft worden sei. Hinzu komme, dass eine Ablehnung des Kredits nichts am Sanierungsbedarf ändern würde – es entstehe lediglich ein riesiger Zeitverlust. Der Kreditantrag über 8,6 Millionen Franken wurde am Ende mit 23 zu 6 Stimmen angenommen. Als nächstes muss die Geindeversammlung über das Projekt entscheiden.

(SZ/dl)

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veröffentlicht: 18. Mai 2023 13:26
aktualisiert: 18. Mai 2023 13:26
Quelle: 32Today

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