«Winter Wunderland Solothurn»

«Unter aller Sau»: Gruppe hinterlässt Chaos in Chalet

28.11.2023, 08:26 Uhr
· Online seit 27.11.2023, 12:09 Uhr
Die Vorweihnachtszeit hat ihren ganz eigenen Zauber. Im grossen Chalet des Winter Wunderlands Solothurn ging es am Wochenende jedoch nicht ganz so besinnlich zu und her. In einem Social-Media-Post ärgert sich der Betreiber über eine Gruppe, die gewütet haben soll.
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Ausgeleerte Getränke, zerbrochene Gläser und diverse Gegenstände auf dem Boden verteilt – das zeigen die Bilder, die nach dem Besuch einer Gruppe im Chalet des Winter Wunderlands Solothurn geknipst wurden. Definitiv nicht die feine Art, seinen Tisch nach dem Essen und Feiern zu hinterlassen.

Das strapaziert insbesondere das Nervenkostüm des Veranstalters Chris van den Broeke. Er macht seinem Ärger auf Social Media Luft – und veröffentlicht dabei gar den Nachnamen der Person, über die die Reservierung gelaufen ist. Ob er das dürfe, wisse er nicht, sagt Van den Broeke auf Anfrage von 32Today. «Es ist aber ein öffentliches Restaurant. Jeder darf dazu eine Rezension schreiben. Dann darf ich auch so eine Reaktion veröffentlichen. Und es ist ein Name, welcher hier in der Region viel vorkommt.»

«Es hat mich stinkig gemacht»

Auf den Post gibt es viele Reaktionen und Kommentare. Damit habe er nicht gerechnet, sagt Van den Broeke. «Ich wollte es einfach zeigen, weil es mich stinkig gemacht hat.» Der Beitrag auf Social Media war aber keine Affekthandlung. Er würde den genau so wieder machen, sagt der Gastronom. «Ich hatte früher schon einmal eine ähnliche Situation im Hotel–Restaurant Wirthen. Da hat mir ein Gast mal das ganze Hotelzimmer verwüstet. Ich finde das unter aller Sau und würde das deshalb wieder so posten.»

«Schämt euch», «Dasch charakterlos», «Geht gar nicht» – das sind nur einige der Kommentare, die unter dem Post zu lesen sind. Der Betreiber erfährt also vor allem Zustimmung. Die Besucher hatten wohl nicht gerade wenig Durst, ist sich zumindest eine Userin sicher, die an diesem Abend ebenfalls im Chalet war: «Ja die Herre si ja scho atrunke cho und hei rächt eine düregäh. Has huutnäch vom Näbetisch us mitbecho!»

Es wird keine Anzeige geben

In den Kommentaren zum Post schreibt Chris van den Broeke auch, dass er eine Anzeige machen werde. Darauf könne er nun aber verzichten, sagt er. «Die Person hat sich bei mir gemeldet und sich entschuldigt. Sie wird uns den Aufwand, den wir hatten, entschädigen.» Es handelt sich dabei um einen Betrag von 700 Franken. Es müsse halt auch ein bisschen weh tun, sagt er weiter. «Wenn ich nur 100 Franken für die kaputten Gläser berechnet hätte, dann wäre der Effekt wohl ausgeblieben.»

Solche Situationen gäbe es zum Glück sehr selten, sagt der erfahrene Gastronom weiter. Man dürfe und man solle im Winter Wunderland feiern und Party machen dürfen. Deshalb hätten sie auch Live-Bands und Apres-Ski Stimmung im Programm. «Wenn es um Zerstörung und um Sachbeschädigung geht, hört es auf.»

Post bleibt stehen

Den Post zu der ganzen Geschichte auf Social Media lässt Chris van den Broeke aber stehen – trotz Entschuldigung und Einigung mit den verantwortlichen Personen. «Es soll auch ein Zeichen sein für andere Gäste, dass man bei uns nicht endlos machen kann, was man will.»

Update 28.11.: Der Name der Gruppe wurde nachträglich im Post gelöscht.

Was ist deine Meinung zu dieser Geschichte? Schreib es uns in die Kommentare.

(dwy/ma)

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veröffentlicht: 27. November 2023 12:09
aktualisiert: 28. November 2023 08:26
Quelle: 32Today

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