Wasseramt/Subingen

«Wir gehen keine Kompromisse ein»: Streit um SBB-Ausbaupläne geht weiter

· Online seit 19.01.2024, 20:19 Uhr
Auch die Repla mischt sich im Streit um die SBB-Ausbaupläne ein und wendet sich mit einem Brief an die SBB sowie Bundesrat Albert Rösti. Ein runder Tisch soll endlich alle Fronten klären. Und tatsächlich: Dieser ist gar nicht so unrealistisch.
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Die Botschaft, die auf einem Plakat am Bahnhof Subingen zu lesen ist, ist unmissverständlich: «Wir wollen keinen Güterverkehr durch Subingen.» Gegnerinnen und Gegner des Projekts sollten auf dem Plakat unterschreiben. Wenige Unterschriften sind es jedenfalls nicht.

Michael Kummli, Vizegemeindepräsident von Subingen, sagt gegenüber der Solothurner Zeitung, das Plakat sei von einer Privatperson angebracht worden. Die Angelegenheit schlägt also weiter hohe Wellen im Wasseramt.

Repla tritt auf den Plan

Nun mischt sich auch noch die Regionalplanungsgruppe Solothurn (Repla) in die Sache ein. Sie schreibt in ihrem Brief an die SBB und Albert Rösti: «Mit dieser Leistungssteigerung und der Öffnung der Strecke für den Güterverkehr werden Zusicherungen verletzt, die für die Anrainergemeinden und den Kanton Solothurn wichtige Voraussetzungen zur Zustimmung des Plangenehmigungsverfahrens im Jahr 2001 waren!» Das Ausrufezeichen am Schluss stellt noch einmal die Dringlichkeit des Anliegens heraus.

Weiter schreibt die Repla: «Die Regionalkonferenz der 41 Gemeinden der Region Solothurn sowie die regionale Transportunternehmung RBS/BSU verlangen deshalb zeitnah einen runden Tisch, an dem die Auswirkungen der Leistungssteigerung und mögliche Massnahmen breit und im grösseren Kontext diskutiert werden.»

«Ich muss zu niemandem nett sein»

Laut Repla-Präsident Roger Siegenthaler fühle man sich seitens der SBB nicht ernst genommen. Er fordert: «Ich will selbst mit an den Tisch sitzen und ich muss zu niemandem nett sein.» Auf den Kanton könne man sich schliesslich nicht verlassen.

Nun sollen zeitnah Gespräche geführt werden. Die SBB haben diesen bereits zugestimmt. Wer von Seiten der Gemeinde daran teilnehmen wird, ist indes noch unklar. Am Montag wolle man darüber entscheiden, heisst es. Abspeisen lassen wolle man sich laut Siegenthaler jedoch nicht: «Wir gehen keine Kompromisse ein.»

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(ben.)

veröffentlicht: 19. Januar 2024 20:19
aktualisiert: 19. Januar 2024 20:19
Quelle: 32Today

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32today@chmedia.ch