Höhepunkte à gogo

Das sind die Highlights der Schwingsaison 2024 im Mittelland

· Online seit 17.01.2024, 16:08 Uhr
Es ist noch tiefer Winter, an Schwingen denken die wenigsten. Aber bald wird es wärmer. Auch im Mittelland steigen wieder starke Männer in die Schwingerhosen. Wir sagen dir, auf welche Sägemehl-Highlights du dich in der diesjährigen Saison freuen kannst.
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Im Jahr 2024 stehen weder ein Eidgenössisches noch ein Unspunnen- noch ein Kilchberg-Schwinget in der Agenda. Trotzdem gibt es auch in diesem Jahr ein Schwingfest, bei dem die «Bösesten» des Landes zusammengreifen – aber dazu ganz am Schluss.

Februar bis April: Der Aufgalopp in der Halle

Die Saison geht wie jedes Jahr gemächlich los, mit kleinen Festen in der Halle. Sie sind Formtests, Kränze und Lebendpreise werden noch keine verteilt. Am 10. Februar gibt es den Hallenschwinget in Kirchberg, zwei Wochen später jenen in Büren an der Aare. Am 23. März wird in Langenthal der erste Abendschwinget ausgetragen, am 7. April wird in Thörigen geschwungen.

Die ersten Kranzfeste finden Anfang Mai statt – eines der ersten ist gleich das Solothurner Kantonale in Kestenholz am 5. Mai. Organisiert wird es von den Schwingklubs Thal-Gäu und Mümliswil-Ramiswil.

Nordwestschweizer mit strengem Start

Nur vier Tage später, am Auffahrts-Donnerstag, steigen die besten Nordwestschweizer wie Sinisha Lüscher oder Joel Strebel schon wieder in die Hosen, am Baselstädtischen Schwingertag. Nicht dabei ist 2024 Nick Alpiger – der in den letzten Jahren konstanteste Aargauer Schwinger hatte sich im September schwer am Knie verletzt und muss die ganze Saison zuschauen.

Am 2. Juni geht es weiter mit dem Aargauer Kantonalen in Bad Zurzach, zwei Wochen später steht mit dem Nordwestschweizerischen Schwingfest in Lausen am 16. Juni bereits einer der Saisonhöhepunkte an.

Berner Saison mit späten Höhepunkten

Die Kranzfestsaison im Kanton Bern startet hingegen eher gemächlich – dafür wird es Anfang August eine einzigartige Ballung von Schwingfesten an einem Ort geben: In Burgdorf. Dort wird in derselben Arena mit 11'000 Plätzen zuerst das Oberaargauische am 1. August geschwungen - zwei Tage später, am Samstag 3. August steht das Emmentalische auf dem Programm.

Zum krönenden Abschluss steht am 11. August das Bernisch-Kantonale auf dem Programm. Sicher wird der beste Oberaargauer der letzten Jahre, Remo Käser, versuchen, in Burgdorf eine gute Rolle zu spielen – falls er gesund bleibt. In der letzten Saison plagten ihn hartnäckige Nackenbeschwerden, dennoch gelang ihm am Oberaargauischen daheim in Kirchberg mit dem zweiten Rang eine Top-Platzierung. Im Juni musste er die Saison dann vorzeitig abbrechen.

Endlich wieder ein Heimsieg auf dem Weissenstein?

Hochkarätig ist die Besetzung jeweils auch bei den sechs Bergfesten. Der Weissenstein-Schwinget ist heuer am 20. Juli. Die Einheimischen werden versuchen, endlich wieder einmal den Sieg in den eigenen Reihen zu behalten, zum ersten Mal seit dem Co-Sieg von Christoph Bieri 2014. Die Gäste aus der Inner- und der Nordostschweiz sind aber auch in diesem Jahr zu favorisieren. Die Berner mit Vorjahressieger Fabian Staudenmann sind dieses Jahr nicht dabei.

Die Nordwestschweizer sind neben ihrem Heimfest auf dem Solothurner Hausberg auch auf dem Stoos und auf der Rigi zu Gast. Die Berner schwingen wie jedes Jahr am Schwarzsee und auf dem Brünig, dazu sind sie auf der Rigi und im August auf der Schwägalp eingeladen.

Jubiläums-Schwingfest im September in Appenzell

Bis zum absoluten Saison-Highlight müssen sich die Schwinger und die Fans bis am 8. September gedulden. An diesem Sonntag wird in Appenzell das Eidgenössische Jubiläums-Schwingfest nachgeholt, zum 125. Geburtstag des Eidgenössischen Verbands. Das Fest hätte schon 2020 stattfinden sollen, musste aber damals wegen Corona abgesagt werden. Nur die 120 Besten des Landes werden in Appenzell teilnehmen können.

Ist dir Kommerz und Menschenauflauf an den grossen Schwingfesten zu viel? Die ursprüngliche Atmosphäre dieses Brauchtums ist an kleineren Festen spürbar, zum Beispiel am Munimatt-Schwinget in Dulliken am 23. Juni. Oder am legendären Kemmeriboden-Schwinget am 1. September ganz zuhinterst im Emmental. Eine riesige Meringue zu vertilgen im Kemmeriboden-Bad, gehört natürlich dazu. Das Restaurant und Hotel erstrahlt nach der katastrophalen Überschwemmung im Juli 2022 wieder in neuem Glanz.

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veröffentlicht: 17. Januar 2024 16:08
aktualisiert: 17. Januar 2024 16:08
Quelle: 32Today

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32today@chmedia.ch