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«Messi, wir warten auf dich»: Schüsse treffen Supermarkt von Schwiegervater

Argentinien

«Messi, wir warten auf dich»: Schüsse treffen Supermarkt von Schwiegervater

· Online seit 02.03.2023, 19:58 Uhr
Unbekannte Angreifer haben 14 Schüsse auf den Supermarkt des Schwiegervaters von Fussball-Superstar Lionel Messi in der argentinischen Stadt Rosario abgefeuert.
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Eben erst wurde Lionel Messi zum siebten Mal zum Weltfussballer gekürt. Und einen Monat zuvor kurvte er mit seiner Familie die Walliser Skipisten hinunter.

Nun muss der argentinische Fussball-Star jedoch schlechte Neuigkeiten verdauen: Unbekannte haben 14 Schüsse auf den Supermarkt seines Schwiegervaters abgefeuert. Sie hinterliessen ausserdem einen Zettel, auf dem zu lesen war: «Messi, wir warten auf dich», wie die Zeitung «La Nación» am Donnerstag berichtete. In dem Drohschreiben griffen die Täter auch den Bürgermeister von Messis Heimatstadt Rosario, Pablo Javkin, an. «Javkin ist ein Drogenhändler, er wird dich nicht beschützen», hiess es dort weiter.

14 Schüsse auf Fenster

Der Angriff ereignete sich in der Nacht gegen 3.20 Uhr. Zwei Männer auf einem Motorrad stoppten vor dem Supermarkt Único und feuerten 14 Schüsse auf den Metall-Rollladen des Geschäfts ab. Der Supermarkt gehört dem Vater von Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo.

Bereits 56 Menschen getötet

Rosario leidet unter einer Welle der Gewalt. Mehrere Drogenbanden ringen um die Kontrolle in der Stadt nordwestlich von Buenos Aires. Im vergangenen Jahr kamen bei den Auseinandersetzungen 288 Menschen ums Leben. In diesem Jahr wurden in Rosario bereits 56 Menschen getötet. Immer wieder greifen Mitglieder der Drogengangs auch öffentliche Gebäude, Gefängnisse und Polizeiwachen an.

Keine Strafverfolgung

Bürgermeister Javkin kritisierte nach dem Angriff auf das Geschäft die staatlichen Sicherheitskräfte. «Wir haben hier Polizisten, Gendarmen und Bundespolizisten – was wir aber nie sehen, ist Strafverfolgung», sagte er.

«Wer Verantwortung trägt, soll herkommen»

Der Rathauschef rief zudem Gouverneur Omar Perotti und Präsident Alberto Fernández dazu auf, sich die Lage vor Ort anzuschauen. «Ich bin der Bürgermeister dieser Stadt. Um es klar zu sagen: Ich leite nicht die Sicherheitskräfte. Und als ich darum gebeten habe, hat man mich nicht gelassen. Wer also Verantwortung trägt, soll herkommen», sagte er.

(sda/gin)

veröffentlicht: 2. März 2023 19:58
aktualisiert: 2. März 2023 19:58
Quelle: Today-Zentralredaktion

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