In der Schweiz lässt der Frühling noch auf sich warten. Die Spanierinnen und Spanier dagegen erleben im April gerade einen Sommer mit voller Wucht. Seit dieser Woche erfasst Spanien eine beispiellose Hitzewelle.
Wetterdienste erwarten für Donnerstag und Freitag den Höhepunkt der Hitzewelle. In weiten Teilen des Landes sollen die Temperaturen auf über 30 Grad und im Süden der Halbinsel sogar auf 40 Grad klettern.
«Müssen das stoppen»
Bis um 15 Uhr war es am Donnerstag gemäss dem Wetterdienst Aemet in Córdoba bereits 38,7 Grad und in Sevilla 37,8 Grad heiss. Grund für die aussergewöhnliche Hitze ist ein Hoch über dem Mittelmeer. Dieses lenkt trockene und heisse Luft aus der Sahara nach Spanien. Meteorologinnen und Meteorologen sehen in der Hitzewelle eine Folge des Klimawandels.
Die extreme Hitze mitten im Frühling beunruhigt viele Menschen in Spanien. Ein 66-jähriger Mann aus Valencia sagt zu «El Economista», er kämpfe gegen die Hitze, indem er sich so ökologisch wie möglich verhalte. «Und ich versuche auch, die Menschen um mich herum darauf aufmerksam zu machen, dass das, was wir durchmachen, etwas ist, das wir stoppen müssen.»
Aktionsplan soll früher in Kraft treten
Auch die Regierung lässt die Hitze nicht kalt. Am Donnerstag schlug das Gesundheitsministerium laut dem TV-Sender RTV den Regionen des Landes vor, den Nationalen Aktionsplan zum Hitzeschutz bereits am 15. Mai statt am 1. Juni in Kraft treten zu lassen.
(bza)