Regio Energie macht Werbung

Als Mieter einfach mal ein Solarpanel montieren – darf man das?

21.07.2023, 17:11 Uhr
· Online seit 21.07.2023, 16:56 Uhr
Ist bei dir in den letzten Wochen auch eine Postkarte der Regio Energie Solothurn ins Haus geflattert, bei der für eine «Mini-Solaranlage» geworben wird? Was hat es damit auf sich? Und kann ich als Mieter eine solche überhaupt installieren? Wir haben die Antworten.
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Erst vor Kurzem hat der Kanton Solothurn den Entwurf des neuen Energiegesetzes vorgestellt. Daraus geht vor allem etwas vor: Solothurn muss in Bezug auf erneuerbare Energien vorwärts machen. Viele Eigenheimbesitzer entscheiden sich bereits heute für eine Photovoltaikanlage. Die Regio Energie Solothurn wirbt nun für Mini-Solaranlagen für den Balkon – sodass auch Mieter ihren Strom selber produzieren können. Ist das legal? Und wenn ja, wie geht das überhaupt?

Ohne Bohren, ohne Kleben – einfache Installation

«Es ist ein Produkt für Mieter, da es einfach montiert und demontiert werden kann», erklärt Sandra Hungerbühler, Leiterin Personal und MarKom bei der Regio Energie Solothurn. Es sei keine fixe Installation wie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach beispielsweise. Bei einem Umzug kann der Mietende das Panel mitnehmen und an seinem neuen Balkon wieder anbringen.

«Diese Solarpanels sind grundsätzlich für alle Personen, die in einer Wohnung mit Balkon leben», so Hungerbühler. Mit einem Klettverschluss können die Panels ganz einfach am Balkon befestigt werden. Über die Aussensteckdose fliesst der produzierte Strom dann jeweils direkt ins entsprechende Haushaltsnetz. «Ist ein Gerät, das an diesen Stromkreis angebunden ist, dann eingeschaltet, so fliesst die Energie direkt dahin», so Hungerbühler. Ansonsten wird der Strom direkt über den Zähler ins Netz des Energieversorgers eingespiesen. Das wird dann vergütet und auf der Stromabrechnung abgezogen.

Dürfen Mieter überhaupt ihren eigenen Strom produzieren?

Aber müsste ein Energieunternehmen wie die Regio Energie Solothurn ihre Werbung nicht eher an die Vermieter richten? Nein, so Hungerbühler. Das Produkt sei extra für Mieter gedacht, denn auch diese dürfen ihren eigenen Strom produzieren. Aber natürlich muss dieses Vorhaben vorab mit dem Vermieter abgesprochen werden. Wenn dieser das nicht will, z.B. aus ästhetischen Gründen, dann darf das Panel nicht angebracht werden. Anlagen, die selbst ohne professionelle Hilfe installiert werden, sind in der Leistung zudem begrenzt.

Alles, was mehr produziert, muss mit einem Baugesuch bewilligt und professionell angebracht werden. Die Möglichkeit der Mini-Solaranlagen auf dem Balkon werde sehr positiv aufgenommen. Photovoltaik sei bei der Bevölkerung aktuell ein grosses Thema. «Wir spüren, dass die Leute mithelfen wollen, die Energiestrategie umzusetzen», freut sich Hungerbühler.

Leute bekommen «Gspüri»

Durch die kleinen Panels würden viele erst merken, wie wenig Sonne es eigentlich überhaupt brauche, um Energie zu produzieren. «Und die Leute bekommen ein Gspüri dafür, wie viel Strom sie in ihrem Haushalt überhaupt brauchen», so Hungerbühler.

Weitere Informationen zu den Balkonpanels findest du hier.

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veröffentlicht: 21. Juli 2023 16:56
aktualisiert: 21. Juli 2023 17:11
Quelle: 32Today

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