Film ab!

Die Solothurner Filmtage wurden mit viel Prominenz eröffnet

18.01.2024, 15:33 Uhr
· Online seit 18.01.2024, 14:52 Uhr
Die 59. Ausgabe der Solothurner Filmtage ist eröffnet. Bei der Feier in der Reithalle waren rund 900 geladene Gäste dabei. Viele Prominente aus Kultur, Politik und Gesellschaft zeigten sich auf dem roten Teppich. Die Eröffnungsrede hielt Ständeratspräsidentin Eva Herzog.
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Auch in diesem Jahr gab es keinen Besuch eines Bundesrats bei der Eröffnung der Filmtage in Solothurn. Weil Mitte Dezember noch nicht klar war, wer neu dem Innendepartement vorstehen wird, mussten die Organisatoren umdisponieren. Deshalb haben sie beschlossen, die Ständeratspräsidentin Eva Herzog als Ehrengast an die Eröffnung einzuladen.

«Wow, ich darf hier sprechen»

Die Baslerin freute sich über die Anfrage, wie sie am Mittwoch gegenüber 32Today sagte: «Ich habe mit sehr geehrt gefühlt über die Anfrage. Ich weiss, dass das ein wichtiges Festival ist und dass hier bedeutende Personen sprechen. Da dachte ich mir: Wau, auch ich darf hier sprechen und fand das lässig.»

Sie sei zum ersten Mal an den Filmtagen, musste Herzog zugeben. Sie gehe eigentlich sehr gerne ins Kino, sei aber nicht so eine Festivalgängerin. Sie freue sich aber auf einen schönen Abend und darauf, nach dem Film bei einem Apreo mit anderen Gästen über den Premiere-Film diskutieren zu können.

Filmtage sind wichtig für die Stadt Solothurn

Die Filmtage seien ein wichtiger Event für die Stadt Solothurn, sagte Stadtpräsidentin Stefanie Ingold. Sie habe selber auch eine intensive Verbindung zum Festival. «Ich bin seit eh und je Mitglied der Filmtage und war jedes Jahr dabei. Als Stadtpräsidentin habe ich heute fast weniger Zeit als früher.» Sie versuche aber, sich so viele Zeitfenster wie möglich frei zu halten, damit sie sich viele Filme ansehen könne, sagt Ingold weiter.

Kanton darf stolz auf das Festival sein

Die Solothurner Regierung war an der Eröffnung durch Remo Ankli vertreten. Als Regierungsrat ist er zuständig für Bildung und Kultur – und damit auch für das Filmschaffen. Auf Events wie die Filmtage dürfe der Kanton Solothurn sehr stolz sein, sagte er gegenüber 32Today an der Eröffnung. «Die Filmtage strahlen bis ins Schwarzbubenland aus, wo ich herkomme.» Auf den Eröffnungsfilm «Les paradis de Diane» angesprochen, meinte Ankli, dass der ein ernstes Thema behandle. «Das darf es ja auch einmal sein. Ich bin einfach froh, wenn es nicht immer ernst ist, manchmal darf es auch etwas Lustiges sein.»

«Normalerweise schaue ich die Premiere nicht an»

Der Film erzählt von einer Frau, die nach der Geburt ihres Kindes aus der Entbindungsstation flieht und auf einer Irrfahrt durch das spanische Benidorm untertaucht. Es fühle sich gut an, dass sein Werk zur Eröffnung der Solothurner Filmtage gezeigt werde, sagte Co-Regisseur Jan Gassmann. «Man merkt, dass die Organisatoren der Eröffnung ihren Stempel aufdrücken möchten und deshalb nicht den absoluten Kassenschlager oder die Megakomödie zum Start spielen. Das kann auch mit einem etwas anspruchsvolleren Arthouse-Film sehr gut funktionieren.»

Heute werde er den Film ausnahmsweise im Saal anschauen, sagte Gassmann weiter. Normlerweise mache er das bei einer Premiere nicht, weil er den Film ja bei der Arbeit schon oft gesehen habe. «Aber hier in Solothurn mit diesem grossen Saal in der Reithalle und den fast 1000 Zuschauern sei das schon ein sehr spezieller Moment. Dafür macht man Filme.»

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veröffentlicht: 18. Januar 2024 14:52
aktualisiert: 18. Januar 2024 15:33
Quelle: 32Today

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