Dornach

Der McLaren-Raser muss weniger lang ins Gefängnis

02.02.2023, 11:10 Uhr
· Online seit 01.02.2023, 07:10 Uhr
Ein junger Mann war mit seinem Auto auf dem Weg zum Gempen frontal in einen Velofahrer gefahren und verletzte diesen schwer. Das Solothurner Obergericht wertet das Delikt weniger schlimm als die Vorinstanz.
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Das Solothurner Obergericht verurteilte den 27-Jährigen Jurassier am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren teilbedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren. Davon muss er ein Jahr hinter Gitter. Das Amtsgericht Dorneck-Thierstein hatte den Gempenraser noch zu drei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe unbedingt verurteilt.

Bei der Frontalkollision von 2019 handelt es sich laut Urteil des Obergerichts nicht um versuchte vorsätzliche Tötung, sondern um fahrlässige schwere Körperverletzung, schreibt die Solothurner Zeitung. Der Fahrer Luc K. habe den Velofahrer hinter der Kurve nicht gesehen, somit könne auch keine Tötungsabsicht unterstellt werden.

Das Überholmanöver direkt vor der Kurve sei aber ein Verstoss gegen die so genannte Raser-Strafnorm. Luc K. habe mit 100 Kilometern pro Stunde die beiden vor ihm fahrenden Autos überholt. Bei einem entgegenkommenden Auto hätte er aus Platzgründen nicht mehr ausweichen können. Dieses Risiko und die damit einhergehenden Folgen habe er in Kauf genommen.

Der ganze Artikel ist unter solothurnerzeitung.ch zu lesen.

(nsc)

veröffentlicht: 1. Februar 2023 07:10
aktualisiert: 2. Februar 2023 11:10
Quelle: 32Today

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