Energie

Oltner Energiekonzern Alpiq kehrt in Gewinnzone zurück

23.02.2023, 08:19 Uhr
· Online seit 23.02.2023, 07:53 Uhr
Alpiq ist im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt, trotz der grossen Herausforderungen an den Energiemärkten. Der Umsatz explodierte wegen der höheren Strompreise richtiggehend.
Anzeige

In einem äusserst anspruchsvollen Umfeld sei es gelungen, die finanziellen Herausforderungen aus eigener Kraft zu meistern und gleichzeitig die operative Performance deutlich zu verbessern, teilte Alpiq am Donnerstag mit. Das Unternehmen nennt die zahlreichen Belastungen im Jahr 2022: der Krieg in der Ukraine und der Teilausfall russischer Gaslieferungen, lange Ausfälle zahlreicher französischer Atomkraftwerke, eine lang anhaltende Trockenperiode mit wenig Niederschlägen sowie hohe Preise wegen einer drohenden Strom- und Gasmangellage.

Im Zuge des starken Preisanstiegs sind die Einnahmen explodiert, sie haben sich mehr als verdoppelt: Der Nettoumsatz der Gruppe stieg 2022 auf 14,6 Milliarden Franken nach 7,2 Milliarden im Jahr zuvor. Allerdings kam es zu hohen negativen Bewertungseffekten von finanziellen Absicherungsgeschäften (250 Mio Fr.) und einer negativen Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds infolge des schwachen Börsenjahrs (276 Mio).

Unter dem Strich blieb dem Energiekonzern mit Sitz in Olten daher lediglich ein Plus auf Stufe Betriebsergebnis (EBITDA) von 346 Millionen Franken nach einem Verlust von 77 Millionen 2021 sowie ein Reingewinn von 111 Millionen nach einem Minus von 271 Millionen.

Für das Geschäftsjahr 2022 gibt es für die Aktionäre wie im Vorjahr 2021 erneut keine Dividende.

«Das Marktumfeld bleibt weiterhin volatil und ungewiss», hiess es zudem mit Blick in die Zukunft. Man erwarte aber auch für 2023 eine «gute» operative Performance.

Auf Staatshilfe war Alpiq nicht angewiesen, im Gegensatz zum Konkurrenten Axpo. Dieser hatte bei der Eidgenossenschaft sicherheitshalber anklopfen müssen, weil die finanziellen Risiken im Zuge der explodierenden Strompreise zu gross geworden waren.

(mj/sda)

veröffentlicht: 23. Februar 2023 07:53
aktualisiert: 23. Februar 2023 08:19
Quelle: sda

Anzeige
32today@chmedia.ch