Wiedereröffnung

Pittaria in Solothurn trotzt dem Personalmangel

19.09.2023, 15:39 Uhr
· Online seit 19.09.2023, 13:05 Uhr
Der beliebte orientalische Imbiss an der Theatergasse in Solothurn öffnet ab dem 19. September seine Türen wieder. Personalmangel, Lokalgrösse und das Beizensterben machen dem Betrieb aber nach wie vor zu schaffen. Der Pittaria-Inhaber möchte seinen Traum aber nicht aufgeben.
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Mhhm, endlich wieder Falafel! Die Pittaria in Solothurn geht am Dienstag wieder auf. Zuvor stand der Pittaria-Inhaber Sami Dahi längere Zeit ohne Personal da und musste sein Lokal deshalb schliessen. Mit dem neuen, dreiköpfigen Team setzt der Imbiss nun die Geschichte fort. «Ich bin voller Hoffnung und freue mich auf unsere treue Kundschaft, die Energie und Liebe in den Laden bringt.»

26 Jahre lang habe der Betrieb reibungslos funktioniert. 2023 musste er aber innerhalb weniger Monaten gleich zwei Mal schliessen. Grund sei das altbekannte Gastro-Problem: Personalmangel. «Die Leute geben sich mit dem Lohn nicht mehr zufrieden und wollen keine Schichtarbeit mehr machen», sagt Sami Daher, Inhaber der Pittaria. «Sie wollen ‹de 5er und s'Weggli›, aber das ist in der Gastrobranche nun mal nicht möglich.»

«Ich hatte selber teilweise eine 15-Stunden-Schicht», erklärt Sami. Die Leute seien heutzutage aber nicht mehr zu solchen Arbeitszeiten bereit. Die Erwartungen und Anforderungen der Arbeitenden seien höher geworden.

Personal aus Bern

In der Pittaria in Solothurn besteht das Personal aus nur drei Personen. Im Hauptsitz in Bern sind es rund 20 Angestellte. «Wenn jemand in Solothurn ausfällt, ist das schon problematisch», so Sami. Weil das Team sich aufgelöst hatte, musste der Inhaber den Solothurner Imbiss schliessen – und das hatte auch Auswirkungen in Bern. Die Mitarbeitenden in der Produktionsküche dort seien dann unterbeschäftigt. «Da ich hier in Solothurn kein Personal gefunden habe, musste ich Leute aus Bern herholen.», erklärt Sami. «Vorläufig ist der Personalmangel gelöst.»

Grosse Nachfrage – zu kleines Lokal

Die Lokalität in Bern sei grösser, habe mehr Personal und sei darum der Produktionsstandort. Der Imbissladen in Solothurn sei sehr viel kleiner. «Wir haben eine grosse Stammkundschaft hier, aber der Laden ist einfach zu klein für sie», so Sami. «Die Kunden kommen her und können nicht einmal sitzen, weil zu wenig Sitzplätze zur Verfügung stehen.» Eine grössere Lokalität in der Nähe habe er aber noch nicht gefunden.

«Aufhören kommt aktuell nicht in Frage»

Sami Daher wird bald 65 Jahre alt, die Pension sei aber noch in weiter Ferne. «Es wäre ein Verlust für mich und die Stadt Solothurn, müsste ich die Pittaria für immer schliessen.» Sami habe in diesen 26 Jahren viele verschiedene Generationen begleitet: «Von Kanti bis Studium, bis zum Heiraten und Familie gründen, war alles dabei.»

Samis Wunsch ist es, die Pittaria weiter am Leben zu halten: «Sollte ich mal aufhören, will ich sehen, dass es hier weitergeht.»

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veröffentlicht: 19. September 2023 13:05
aktualisiert: 19. September 2023 15:39
Quelle: 32Today

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