«Religion? Nein danke»

Im Kanton Solothurn leben besonders viele Konfessionslose

· Online seit 13.06.2023, 15:55 Uhr
Die Zahl der Menschen ohne Religionszugehörigkeit nimmt in der Schweiz stetig zu. Was überrascht: Im traditionell katholischen Kanton Solothurn ist die Zahl der Konfessionslosen besonders hoch.
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Im Kanton Solothurn leben zwischen 35 und 39,9 Prozent der Menschen ohne Religionszugehörigkeit. Dies zeigt die Karte des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2021, die am Dienstag publiziert wurde. Ein Vergleich: In den Kantonen Bern und Aargau sind mehr Menschen einer Religion treu geblieben. Höher als im Kanton Solothurn liegt die Zahl der Konfessionslosen nur in den Kantonen Genf (48%), Neuenburg (53%) und Basel-Stadt (56%). Doch andere Kantone ziehen den Schnitt in die andere Richtung: Insgesamt sind ein Drittel der Menschen in der Schweiz konfessionslos. Damit ist diese Bevölkerungsgruppe fast so gross wie die Gruppe der römisch-katholischen.

Der Trend, lieber ohne Religionszugehörigkeit zu leben, ist auch in den Nachbarländern zu beobachten. Gründe dafür sind gemäss Forschung die Modernisierung und die Trennung von Staat und Kirche. Die Gesellschaft distanziere sich dabei immer mehr gegenüber Religionen oder stehe ihnen gleichgültig gegenüber.

Konfessionslose sind jung, gebildet und aus der Stadt

Generell würden auf dem Land weniger Menschen austreten als in der Stadt. Auch würden Männer häufiger die Kirche verlassen als Frauen. Dazu kommen noch weitere Eckwerte. Konfessionslose Menschen seien häufig unter 50 Jahre alt und hätten eine höhere Bildung. Weiter spielt die Staatsherkunft eine Rolle.

(nsc)

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veröffentlicht: 13. Juni 2023 15:55
aktualisiert: 13. Juni 2023 15:55
Quelle: 32Today

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