Eidgenössische Wahlen

Kandidatenflut auch in Solothurn: 170 Personen wollen in den Nationalrat

14.08.2023, 18:04 Uhr
· Online seit 14.08.2023, 17:22 Uhr
Ein Mandat im eidgenössischen Parlament wird offenbar immer attraktiver. Für die Wahlen Ende Oktober haben sich 170 Kandidatinnen und Kandidaten auf 29 Listen angemeldet. Beides ist Rekord. Im Ständerat bleibt es bei den sechs schon bekannten Kandidaturen.
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Der Kanton Solothurn verfügt nur über sechs Nationalratssitze – das hindert aber 170 Leute nicht daran, für einen dieser raren Sitze zu kandidieren. Die Kandidatinnen und Kandidaten verteilen sich auf 29 Listen, genau gleich viele wie vor vier Jahren. Das hat die Staatskanzlei mit Ablauf der Anmeldefrist am Montagabend bekannt gegeben.

Der Frauenanteil liegt bei gut 39 Prozent und damit so hoch wie nie. 2019 lag der Frauenanteil bei nur gut 37 Prozent. Gewählt wurde allerdings nur eine einzige Frau, Franziska Roth von der SP schaffte 2019 neu den Sprung nach Bern.

Vier Bisherige, zwei Sitze frei

Die Nationalratswahlen versprechen insofern Spannung, als zwei alt gediente Nationalräte zurückgetreten sind: Kurt Fluri von der FDP und Walter Wobmann von der SVP. Einen neuen Anlauf nehmen Christian Imark (SVP), Franziska Roth (SP), Stefan Müller-Altermatt (Mitte) und Felix Wettstein (Grüne). Für seine Wiederwahl kämpfen muss vor allem Wettstein, der vor vier Jahren dank der grünen Welle auf Kosten der SP gewählt wurde und nun den «Gegenangriff» des linken Bündnispartners parieren muss.

Am meisten Listen eingegeben hat die Mitte-Partei, es sind inklusive Jungpartei deren sieben. Grüne, SVP und FDP sind mit je vier Listen schlanker unterwegs. Fünf Listen hat die Solothurner Sozialdemokratie am Start, drei sind es bei der GLP. Mit je einer Liste am Start ist die EVP und die neue Bewegung Mass-Voll!, die eine Listenverbindung mit der SVP eingegangen ist.

Sonst gibt es punkto Listenverbindungen das übliche: SP und Grüne marschieren gemeinsam, die Mitte hat sich mit GLP und EVP zusammengetan. Die FDP versucht im Alleingang, ihren Sitz zu verteidigen oder im Idealfall einen zweiten zu holen.

Sechs Kandidierende für den Ständerat

Für den Ständerat sind nur die sechs bereits bekannten Kandidaturen eingegangen. Neben dem Bisherigen Pirmin Bischof (Mitte) versuchen die Nationalrätin Franziska Roth (SP) und ihre Ratskollegen Christian Imark (SVP) und Felix Wettstein (Grüne) den Sprung in die kleine Kammer. Dazu kommen von der FDP der langjährige Regierungsrat Remo Ankli, der gute Aussichten auf eine Wahl hat, sowie von der GLP Aussenseiter Dieter Künzli.

Gewählt wird am 22. Oktober – ein allfälliger zweiter Wahlgang für den Ständerat wäre am 19. November. Das Stimmmaterial wird bis spätestens am 30. September versandt.

(mj)

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veröffentlicht: 14. August 2023 17:22
aktualisiert: 14. August 2023 18:04
Quelle: 32Today

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