«Mit der Zeit gehen»

Grosse Änderungen geplant: So soll die Langenthaler Fasnacht ab 2025 aussehen

23.01.2024, 13:57 Uhr
· Online seit 22.01.2024, 15:57 Uhr
In diesem Jahr zeigt sich die Langenthaler Fasnacht noch einmal in ihrem gewohnten Gewand. Ab 2025 soll einiges neu werden. Für jeden Tag sind Änderungen vorgesehen. Besonders betroffen sind der Freitag und der Dienstag. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt.
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Ab 2025 soll so einiges anders werden an der Langenthaler Fasnacht. Man müsse mit der Zeit gehen, sagt Renate Niklaus, die Oberin der Langenthaler Fasnacht. «Wir wollen damit auf das Bedürfnis von Besucherinnen und Besuchern und den Cliquen eingehen. Wir haben festgestellt, dass einige Programmpunkte unbefriedigend sind.»

Deshalb habe man im November drei Workshops durchgeführt und dabei auch die Cliquen eingeladen, zu denen die Schnitzelbänke, die Guggen, die Wagencliquen und Gelegenheitsbetriebe, wie Bars, gehören. Dabei war der Plan, von der Basis her zu hören, was man verbessern könne, um die Fasnacht für alle attraktiv zu machen. Auch wollte man herausfinden, was alles Tradition hat und sich bewährt hat.

Noch nicht in Stein gemeisselt

Die Langenthaler Fasnacht dauert von Freitag bis Dienstag. Dabei sind mehrere Änderungen angedacht. Definitiv sind diese noch nicht. Es ist bisher nur ein Vorschlag des Vorstands der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft: Diese Änderungen brauchen die Zustimmung der ganzen Gesellschaft, deshalb soll im Juni 2024 an der Vollversammlung darüber abgestimmt werden.

Freitag

Gerade der Freitag sei in der Kritik gestanden: Gegenwärtig gibt es den Gönnerabend und dabei ein Spielverbot für Guggen. «Das führt dazu, dass die Guggen auswärts spielen gehen. Das kann ja nicht sein: Wir beginnen die Fasnacht und die Guggen dürfen nicht in Langenthal spielen», erklärt Niklaus. Der Freitag sei zudem der Ausgangstag der Langenthalerinnen und Langenthaler, dann kämen die meisten Leute. Deshalb sind folgende Änderungen angedacht:

  • Guggen ziehen um 18.18 Uhr mit einem Corso in die Stadt ein und führen auf den Plätzen Darbietungen auf.
  • Der Gönnerabend erscheint in neuem Gewand und wird mit dem Schnitzelbankrundkurs (bisher Sonntag) vereint. Es soll am Freitag also einen bunten Abend in Lokalen geben: Guggen, Schnitzelbänke und kleine Formationen sollen dort ab 20.01 Uhr auftreten können. Entsprechend soll der Gönnerabend auch einen neuen, moderneren Namen erhalten.

Samstag

Am Samstag soll fast alles beim Alten bleiben.

  • Die Fasnacht wurde bisher offiziell am Samstag mit einer Zeremonie eröffnet. Die Zeremonie selbst wird weiterhin am Samstag stattfinden, jedoch ist es keine eigentliche Eröffnung mehr: Durch das angepasste Programm am Freitag erfolgt der offizielle Startschuss der Fasnacht bereits früher. Entsprechend braucht der Event auch einen neuen Namen, angedacht ist ihn in «Fasnachtsfischen» umzubenennen. Die Programmpunkte bleiben dabei dieselben: Gemeinsames Fischessen, Fasnachtsfischen, Konfettischlacht und Schlüsselübergabe des Stadtpräsidenten an die Fasnachtsoberin. Sie werden nur etwas gestrafft, um die Strassenfasnacht attraktiver zu machen.
  • Gestrichen wird der Sternmarsch der Guggenmusiken zum «Choufhüsi».
  • Die Kindermaskenprämierung wird nicht mehr am Samstag stattfinden, sondern neu am Hirsmontag, sie sei besser am Tag der Kinderfasnacht aufgehoben.
  • Das Guggenspektakel am Abend bleibt wie gehabt auf den beiden Bühnen «Choufhüsi» und «Düby». 
  • Auch die Fasnachtskleinkunst im Theater 49 bleibt bestehen.

Sonntag

  • Der Fasnachtsgottesdienst wird gut besucht. Es wird überlegt, ob man ihn noch etwas näher zur Bevölkerung bringt, zum Beispiel fand er auch schon in der Markthalle statt.
  • Der grosse Umzug, das Highlight der Langenthaler Fasnacht, findet, wie gehabt, statt.
  • Auch wenn es den Schnitzelbankrundkurs so nicht mehr geben soll, sollen am Sonntag Schnitzelbänke und Guggen weiter in Lokalen auftreten können, nur nicht mehr organisiert von der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft. Die Lokale können selbst etwas auf die Beine stellen. Der Vorteil daran sei auch, dass es dann nicht mehr eng getaktet sei. So gebe es mehr Raum fürs Spontane und Gemütliche. 

Hirsmontag 

Dann ist traditionell die Kinderfasnacht in Langenthal. In den Workshops wurde deutlich, dass dies einer der Anlässe ist, der tief verankert ist und sich bewährt hat. Es bleibt also alles beim Alten. Es kommt jedoch ein neuer Programmpunkt dazu. Auch wird die Gassenfasnacht neu in der Nacht auf Dienstag enden:

  • Die Kindermaskenprämierung soll ab 2025 nicht mehr am Samstag, sondern am Hirsmontag stattfinden, beim «Kinderzmorge» in der Markthalle.
  • Die Gassenfasnacht soll in der Nacht von Montag auf Dienstag enden.

Dienstag 

Die grössten Änderungen für die Fasnacht ab 2025 betreffen neben dem Freitag auch den Dienstag: Neu endet die Fasnacht bereits am Montagabend für die Besucher. Die Guggen werden am Dienstag nicht mehr auf den Gassen spielen. Habe es am Montag noch genügend Besucherinnen und Besucher, so sei dies am Dienstag nicht mehr der Fall. Entsprechend sieht das Programm so aus:

  • Keine Gassenfasnacht mehr am Dienstag.
  • Der Charivari bleibt bestehen. An der Party in der Markthalle sollen Aktive und Gönner die Fasnacht zusammen ausklingen lassen.
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veröffentlicht: 22. Januar 2024 15:57
aktualisiert: 23. Januar 2024 13:57
Quelle: 32Today

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