Abstimmung

Keine Kindergarten-Zentralisierung in Langenthal – das Volk sagt Nein

18.12.2023, 08:23 Uhr
· Online seit 17.12.2023, 14:34 Uhr
In der Stadt Langenthal hat das Stimmvolk Nein gesagt zum Neubau von drei Kindergarten-Standorten im Hard, in der Elzmatte und im Kreuzfeld. Damit hätte der Gemeinderat die Kindergärten auf drei Standorte zentralisieren wollen.
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Die drei Vorlagen wurden mit je 57 bis 58 Prozent der Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei etwa 37 Prozent. Insgesamt ging es um Kredite von rund 14 Millionen Franken. Der Gemeinderat und das Stadtparlament hatten die Vorlagen zur Annahme empfohlen.

Gegen das Vorhaben des Gemeinderats hatte ein Komitee opponiert. Dass mit Markus Gfeller (FDP) auch ein Mitglied des Gemeinderates ausscherte und gegen die Zentralisierung opponierte, hatte im Abstimmungskampf für einiges Aufgsehen gesorgt. 

Knapper Platz und alte Gebäude

In Langenthal gibt es aktuell neun verschiedene Kindergärten, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Weil es immer mehr Kindergartenkinder gibt, wird der Platz immer knapper. Zudem sind viele der bestehenden Gebäude in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Mit der Zentralisierung war der Plan, dass es nur noch drei Kindergarten-Standorte gegeben hätte, in den Schulzentren Elzmatte, Kreuzfeld und Hard. Konkret sollten zwei neue Dreifach- und ein neuer Zweifachkindergarten gebaut werden.

Offenbar wollten die Leute aber weder die Investitionen tragen noch den kleinen Kindern längere Wege zumuten. Diese hätte es für viele Familien zwangsläufig gegeben, wenn heutige Kindergärten aufgehoben worden wären.

Nun wird es Provisorien geben

In einer ersten Stellungnahme bedauert der Langenthaler Gemeinderat den Ausgang der Abstimmungen. Nun müsse in die bestehende Infrastruktur investiert werden, teilweise werde es auch Provisorien geben. Dies stand bereits in den Abstimmungsbotschaften.

Einen Erfolg kann der Gemeindrat am Abstimmungssonntag kurz vor Weihnachten doch noch verbuchen: Das städtische Budget fürs nächste Jahr inklusive Steuererhöhung wurde an der Urne angenommen, mit 59 Prozent.

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veröffentlicht: 17. Dezember 2023 14:34
aktualisiert: 18. Dezember 2023 08:23
Quelle: 32Today

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