Grossprojekt

Widerstand in Bätterkinden: Gemeinde wehrt sich gegen geplantes RBS-Depot

16.06.2023, 14:59 Uhr
· Online seit 16.06.2023, 10:31 Uhr
Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) hat in Bätterkinden ein neues Depot und den Ausbau des Bahnhofs geplant. Nun wehrt sich die Gemeinde Bätterkinden erneut gegen das geplante Zugdepot. Der Gemeinderat hat beim Bundesamt für Verkehr Einsprache erhoben.
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Damit auf der Strecke zwischen Solothurn und Bern zukünftig mehr Fahrgäste transportiert werden können, plant der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) längere Züge einzusetzen. Für die längeren Züge reicht aber das bestehende Depot nicht mehr aus. Deshalb will der RBS beim Bahnhof Bätterkinden ein neues Depot aufstellen. Gleichzeitig müssen die Perrons im Bahnhof auf 180 Meter verlängert werden, damit die längeren Züge überhaupt halten können. Die Kosten des geplanten Grossprojekts belaufen sich auf rund 290 Millionen Franken.

Gemeinde wehrt sich mit Händen und Füssen

Nun wehrt sich die Gemeinde zum wiederholten Mal gegen das Zugdepot des RBS. In einer Sondersitzung hat der Gemeinderat beschlossen, beim Bundesamt für Verkehr Einsprache gegen das Plangenehmigungsverfahren zu erheben. Im Konkreten richtet sich die Einsprache gegen die geplante Enteignung, den Neubau des Depots und den Umbau des Bahnhofs. Der Gemeinderat lässt sich in dieser Angelegenheit durch einen Rechtsanwalt vertreten. Nicht betroffen von der Einsprache sind der geplante Busbahnhof, die WC-Anlagen und die Veloständer. Dort versucht die Gemeinde, ihre Änderungsvorschläge ohne Einsprache einzubringen.

Bätterkinden leistete von Beginn weg Widerstand

Das geplante Grossprojekt stiess in Bätterkinden von Anfang an auf Widerstand. Für die Gemeinde passt der Standort nicht und die Anwohnenden befürchten mehr Lärmemissionen aufgrund der engen Kurve. Die Gemeinde Bätterkinden ist mit einer Beschwerde im Jahr 2019 vor Bundesgericht schon einmal abgeblitzt. Mittlerweile ist das geplante Depot im Richtplan des Kantons Bern verankert und kann somit grundsätzlich nicht mehr verhindert werden.

Seitens des RBS heisst es, man habe von Anfang an mit Einsprachen gerechnet. «Wir können momentan aber noch nicht sagen, wie sich das auf unseren Zeitplan auswirkt», sagt Christine Schulz-Dübi, Leiterin Kommunikation, auf Anfrage. 

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(dwy)

veröffentlicht: 16. Juni 2023 10:31
aktualisiert: 16. Juni 2023 14:59
Quelle: 32Today

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